Liebe Aktive und Interessierte! Mit „Lebenswerte Regionen für alle“ haben wir eine neue Vernetzung für Aktive und Bürger*inneninitiativen gestartet! Der Start: eine Sommertour, bei der wir 4 Initiativen besucht haben, die gegen Betonprojekte aktiv geworden sind. Weiter unten lest ihr, was wir im Herbst geplant haben, um lokale Widerstände weiter zu unterstützen. Und: damit ihr nichts verpasst könnt ihr der Vernetzung jetzt auf Facebook und Instagram folgen! |
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| Auf Sommertour für lebenswerte Regionen für alle! In ganz Österreich stellen sich Menschen der fossilen Zerstörungswut entgegen, ob gegen neue Straßenbauprojekte, Logistikzentren, Rechenzentren oder Tourismusexzesse. So unterschiedlich diese Projekte auf den ersten Blick wirken, so ähnlich ist doch der Widerstand dagegen. Von Einsprüchen im UVP-Verfahren über Petitionen bis hin zu kreativen Aktion gibt es vieles, wo Initiativen voneinander lernen können. Eine Möglichkeit dafür soll bereits dieser Newsletter bieten, doch um die lokalen Gegebenheiten wirklich zu verstehen, geht nichts über einen Orstbesuch. Deshalb sind wir Mitte Juni durch Kärnten und die Steiermark gereist und haben Aktive getroffen, uns vernetzt und voneindander gelernt. Im Folgenden möchten wir ein paar Eindrücke mit euch teilen. Für mehr folgt uns gerne auch auf unseren neuen Social Media Kanälen “Lebenswerte Regionen für alle!” |
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| Der Start: Rett ma die Schütt (bei Villach) Unsere Sommertour begann bei Rett ma die Schütt in Villach, die sich seit 7 Jahren gegen den Bau eines 20 ha großen Logistikzentrums mitten im Überschwemmungsgebiet der Gail einsetzen. Bei einer Besichtigung der gefährdeten “Federauner Felder” und des angrenzenden Auwaldes haben wir viel gelernt über die dort lebenden bedrohten Arten und über die irrwitzigen Projektpläne. Doch wir durften auch die Erfolgsgeschichten hören: so konnte die Initiative vor dem Bundesverwaltungsgericht erreichen, dass Genehmigungen für das Projekt mit Auflagen versehen oder sogar ganz zurückgezogen wurden. Die Gerichtsverfahren sind noch nicht abgeschlossen, doch aktuell stehen die Chancen gut, dass das Projekt abgesagt werden könnte. Zum Abschluss konnten wir noch den Faschingswagen für die Beton-Party beim Villacher Fasching besichtigen. Schaut mal rein und lasst euch inspirieren! |
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| Der Ossiacher See ist für alle da! Am nächsten Tag ging es nach Steindorf am Ossiacher See. Dort soll die letzte freie Seewiese einem Hotelprojekt weichen. Wie dringend es dort freie Seezugänge braucht, konnten wir beim Besuch einiger Lowlights der kommunalen Seezugänge erfahren. Wenige Quadratmeter kaum auffindbare Wiese sind entweder umgeben von hohen Zäunen oder quasi integriert in private Gärten. Das hat uns dazu inspiriert an der Wiese einen Hinweis in Form eines gelben X mit der Aufschrift “Freier Seezugang, bitte baden!” zu hinterlassen. Das gelbe X haben wir als Symbol der solidarischen Verbundenheit unseres Widerstands auch allen anderen Initiativen geschenkt. Beeindruckt hat uns, von dem großen persönlichen Einsatz zu hören, mit dem der Bürgerinitiative Ossiacher See gelungen ist, 5000 Unterschriften gegen die Bebauung zu sammeln. Außerdem haben Studierende der BOKU in Kooperation mit der Bürgerinitiative Pläne für eine naturnahere alternative Gestaltung der Wiese entworfen – für Alle, statt privat für Hotelgäste. Die Pläne sind auf Instagram und bald auch auf der Website für alle einsehbar. |
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| Lebenswertes Mittleres Kainachtal bedeutet Stopp der B70! Nach zwei Tagen in Kärnten ging unsere Tour in der Steiermark weiter. Dort stellen sich enteignungsbedrohte Bäuer:innen und ihre Unterstützer:innen gegen den Bau einer neuen Landesstraße. Mitten im Überschwemmungsgebiet soll noch mehr Asphalt auf wertvolles Ackerland gekippt werden. Die Initiative ist sehr aktiv auf dem Rechtsweg und hat es geschafft, dass viele Betroffene Parteistellung in der Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) haben. So werden jetzt insgesamt 41 Beschwerden vor dem BvwG verhandelt. Auch darüber hinaus möchte die Initiative zeigen, wie lebenswert das Mittlere Kainachtal ist und hat etwa gemeinsam mit lokalen Schulklassen und dem Naturschutzbund ein Insektenhotel errichtet. Wir freuen uns, dass uns bei unserem Besuch auch ein Landwirt aus Lichtenwörth begeleitet hat, der für die Ostumfahrung bei Wiener Neustadt enteignet wurde. Die überregionale Vernetzung widerständiger Landwirte ist für uns ein wichtiges Anliegen: gemeinsam sind wir stärker! |
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| Kernöl gegen die B68neu im Raabtal Unser letzter Stopp hat uns ins Raabtal geführt, wo ebenfalls Landwirt:innen den Protest gegen die Betonierwut anführen. 16 von ihnen haben sich sogar gegenseitig notariell beglaubigen lassen, dass sie notfalls bis zur Enteignung gegen die Straße kämpfen werden. Bei unserem Besuch bestaunten wir zuerst den Maibaum, den die Initiative seit 2023 jedes Jahr auf der Trasse errichtet. Danach ließen wir uns an der vermutlich größten Version eines Trassenplans das Projekt genauestens erklären. Nach einem reichhaltigen Mittagessen ging es dann zu einem ganz besonderen Highlight: Ein solidarischer Landwirt lud zur Kernölverkostung und inspiriert vom (P)flugfeldmehl gegen die 3. Piste am Flughafen Wien, sponnen wir Ideen vom “Kernöl statt Erdöl” bis hin zum Raaberol, als widerständige Aperolalternative. |
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| Betonprojekt des Monats: Google-Rechenzentrum in Kronstorf Auf 50 Hektar will Google ein gigantisches Rechenzentrum bauen, das in seiner finalen Ausbaustufe so viel Strom verbrauchen wird, wie alle Haushalte Oberösterreichs zusammen. All das, ohne dass es für derartige Rechenzentren einer UVP bedarf. Glücklicherweise stellt sich auch hier eine kleine Initiative der Zerstörung entgegen und hatte für den 17. Juli zu einer Demo an der Baustelle aufgerufen. Wir waren bei der Kundgebung vor Ort und haben mit mehreren hundert Menschen ein starkes Zeichen zur Unterstützung des lokalen Widerstands gesetzt. Doch Kronstorf ist nicht der einzige Auswuchs des KI-Hypes. Aktuell werden überall in Österreich neue Datenzentren geplant – da müssen wir die Augen offen halten! Schreibt uns gern, wenn sich bei euch Widerstand regt! |
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| Skillshares: Unsere Pläne für den Herbst! Viele von euch haben sich über die langjährige Arbeit in Bürger:inneninitiativen so einiges an Wissen erarbeitet: IFG – Anfragen & UVP-Stellungnahmen schreiben, riesige Unterschriftensammlung organisieren und coole Feste auf die Beine stellen. Dafür habt ihr euch mit viel Zeit und Energie in die Themen eingearbeitet und seid selbst zu Expert:innen geworden. Euer Wissen kann für andere Initiativen Gold wert sein, ihre Erfolgswahrscheinlichkeiten erhöhen und einiges an Zeit, Geld und Nerven sparen. Im Herbst wollen wir daher eine Reihe von Online-Skillshares organisieren; mit und für euch! Wenn ihr selbst euer Wissen teilen wollt, dann meldet euch (per Mail) bei uns. Wir organisieren gerne den Rahmen, kümmern uns um die Bewerbung und moderieren die Veranstaltungen, sodass euer Mehraufwand möglichst gering bleibt. |


Liebe Aktive und Interessierte! Mit „Lebenswerte Regionen für alle“ haben wir eine neue Vernetzung für Aktive und Bürger*inneninitiativen gestartet! Der Start: eine Sommertour, bei der wir 4 Initiativen besucht haben, die gegen Betonprojekte aktiv geworden sind. Weiter unten lest ihr, was wir im Herbst geplant haben, um lokale Widerstände weiter zu unterstützen. Und: damit ihr nichts verpasst könnt ihr der Vernetzung jetzt auf 