Wien, 16. März 2023 –
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Was: Im Vorfeld der Europäischen Gaskonferenz (EGC), die vom 27. bis 29. März in Wien, Österreich, stattfindet, wird ein breites zivilgesellschaftliche Bündnis auf die Straße gehen und direkte Aktionen außerhalb des Tagungsortes durchführen. Ein von sozialen Bewegungen organisierter Gegengipfel und ein Bündnis verschiedener politischer Gruppierungen aus ganz Europa werden die klimaschädliche, undemokratische und unsoziale Politik, die hinter verschlossenen Türen verhandelt wird, unter die Lupe nehmen und mittels zivilen Ungehorsams Druck auf die Entscheidungsträger*innen ausüben, damit sie einen gerechten und demokratischen Übergang zu erneuerbaren Energien für alle unterstützen.
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Die EGC ist eine dreitägige Veranstaltung, an der hochrangige Entscheidungsträger*innen, viele Vertreter*innen fossiler Energieunternehmen wie BP, Total und RWE, die sich mit Finanzinvestoren wie Blackrock treffen, sowie politische Vertreter*innen der EU-Kommission teilnehmen. Die Konferenzgäste werden wichtige energie- und klimapolitische Entscheidungen treffen – was angesichts ihrer mangelnden Unparteilichkeit eine Farce ist.
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Wer: Es werden Hunderte von Menschen aus ganz Europa und darüber hinaus erwartet, die sich den Protesten gegen die EGC anschließen. Vertreter*innen der afrikanischen zivilgesellschaftlichen Kampagne “Don’t Gas Africa” werden sich den Mobilisierungen anschließen und Europas neokoloniales Streben nach Gas in Afrika kritisieren und für Interviews zur Verfügung stehen.
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Wann: “Block Gas” Massiver ziviler Ungehorsam
nVon 25. bis 29. März veranstaltet “Block Gas”, ein Bündnis von Basisgruppen, die in ganz Europa für soziale- und Klimagerechtigkeit kämpfen, Aktionstage des massiven zivilen Ungehorsams, um die EGC zu blockieren.
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Wann: Gegenkonferenz
nIm Vorfeld der EGC, vom 24. bis 26. März, veranstalten verschiedene Gruppen und Organisationen aus unterschiedlichen sozialen Bewegungen einen Gegengipfel in Wien: die Power to the People Conference. Die Konferenz findet in einem dezentralen Format an verschiedenen Orten in Wien rund um den Yppenplatz und die Universität Wien statt.
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24. März, 18-20 Uhr: Eröffnung – Polylog – Power to the People! mit Don’t Gas Africa, Don’t Pay UK, Jineoloji-Kommitte, BlockGas und anderen
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26. März, 10-12 Uhr: Podiumsdiskussion – Europas neokolonialer Gasraub; Nicht hier, nicht irgendwo! mit Don’t Gas Africa und Black Earth Kollektiv
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Wann: Demonstration: Stoppt die Gaslobby – Power to the People!”
nDienstag, 28. März, 17.30 Uhr am Stephansplatz
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Warum: In Europa hat die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu einer explodierenden Inflation, Energie- und Lebenskostenkrisen sowie zu einer Abhängigkeit von autokratischen Staaten geführt. Gleichzeitig drohen die aktuellen Pläne der europäischen fossilen Gasindustrie im Globalen Süden die kolonialen Ungerechtigkeiten auszuweiten, indem sie lokale Ressourcen ausbeuten, ganze Gesellschaften enteignen und die Ökosysteme irreversibel schädigen. Die Proteste gegen die EGC werden die Rolle der Gaslobby, die den massiven Ausbau der fossilen Infrastruktur vorantreibt, beleuchten, um die Zerstörung von Menschen und des Planeten durch Konzerne in Frage zu stellen und den Anfang vom Ende des fossilen Gaswahnsinns einzuleiten.
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Über die Europäische Gaskonferenz (EGC)
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- Gasunternehmen, Finanzinstitute und Politiker kommen zusammen, um über die Zukunft der Energierechnungen zu verhandeln.
- Österreichs zweitgrößter Klimasünder, die OMV, ist Gastgeber dieses europäischen Treffens des fossilen “Gas Council” – ein globales Netzwerk von hochrangigen Lobbyisten fossiler Brennstoffe und Finanzinvestoren.
- Unter den Gästen: CEOs der großen fossilen Player wie BP, Uniper, Total, RWE, Equinor und große Finanzinvestoren wie BlackRock sowie hochrangige europäische Politiker.
- mehr als 100 private Treffen für Lobbyisten
- Eintrittskarten kosten mehrere tausend Euro
- Es wird über neue fossile Gasprojekte verhandelt, darunter RePowerEU-Projekte wie die Trans-Adria-Pipeline und LNG-Terminals wie in Brunsbüttel und Wilhelmshaven.
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Hinweise für Journalist*innen:
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Don’t Gas Africa
nDies ist eine von afrikanischen zivilgesellschaftlichen Gruppen geführte Kampagne, die sicherstellen soll, dass Afrika nicht an die Förderung von fossilem Gas gebunden ist.
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Power to the People Konferenz, 24.-26. März
nEin von Initiativen aus den sozialen Bewegungen für Klimagerechtigkeit, Handel, globale Solidarität, Feminismus und Wohnungsbau einberufener Gegengipfel wird Menschen aus Europa und darüber hinaus zusammenbringen. Gemeinsam werden Pläne für ein neues, gerechtes Energiesystem entworfen und entwickelt, das Menschen Selbstbestimmung und die Teilnahme an Demokratisierungsprozesse ermöglichen soll. Am Ende der Konferenz soll eine Vision für ein Energiesystem der Zukunft vorgestellt werden. Gruppen und Organisationen wie “Don’t Gas Africa”, “Fridays for Future”, “Friends of the Earth”, “Greenpeace”, “Attac” und viele mehr beteiligen sich an dem Programm, das ein vielfältiges Angebot an Workshops und Podiumsdiskussionen mit internationalen Referent*innenen und Teilnehmer*Innenn umfasst.
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Block Gas, Massiver Ziviler Ungehorsam, 25.-29. März
nEin Bündnis von Basisgruppen, die für soziale und Klimagerechtigkeit in ganz Europa kämpfen, mobilisiert für Aktionstage des massiven zivilen Ungehorsams, um die Europäische Gaskonferenz zu blockieren und lahmzulegen.
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Sprecher*innen sind verfügbar – bitte kontaktieren Sie uns:
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Block Gas Massiver Ziviler Ungehorsam
nVerena Gradinger
nTelefon: +43 670 6589363
nE-Mail: eaga-press[at]riseup.net
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Gegengipfel (Power to the People Konferenz)
nMax Hollweg (Attac Österreich)
nTelefon: +43 677 62736481
nE-Mail: max.hollweg[at]attac.at
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Don’t Gas Africa
nPresse-Kontakt
nTelefon: +27 60 3278042
nE-Mail: dontgasafrica[at]gmail.com
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