| | | | | | | Liebe Aktive und Freund:innen von System Change, not Climate Change!
2026 war bislang ein Jahr, in dem weltweit die Repression gegen progressive soziale Bewegungen weiter zugenommen hat. Die Zeiten werden definitiv härter, aber es gab und gibt auch wichtige Momente der Hoffnung und Selbstorganisierung. In diesem Newsletter werfen wir den Blick auf die Solidaritätsbewegung mit der unter massivem Druck stehenden feministischen Revolution in Rojava. Wir schauen auf die Graswurzelbewegung gegen die rassistische Polizei-Invasion in Minneapolis. Unsere Anteilnahme und Unterstützung gilt auch den Aktivist:innen der Letzten Generation. Fast 50 von ihnen werden nun vor Gericht gestellt. Und natürlich: Am 8. März ist wieder feministischer Kampftag. Weil der heuer auf einen Sonntag fällt, ist am 9. März ein feministischer Streiktag. Viel Spaß beim lesen.
Es sind bewegte Zeiten – Wir bleiben in Bewegung! | | |
| | | | | |
| | | | | |
| | | | | |
| |
| | | | | | | | | | Wachsam bleiben für Rojava!
Nachdem im vergangenen Jahr Minderheiten wie die Drus*innen und die Alawit*innen Massakern zum Opfer fielen, begannen am 5./6. Jänner die Angriffe der islamistischen Miliz HTS und Übergangspräsident Syriens al-Jolani zuerst auf die kurdischen Stadtteile in Aleppo, dann ganz Nord Ost Syrien. Wie so häufig im fossilen Kapitalismus spielen nicht nur imperialistische Machtinteressen sondern auch fossile Ressourcen, die vor allem im Nordosten liegen, und dessen Förderung durch Großkonzerne die Klimakrise weiter beschleunigen wird, eine große Rolle.
Die autonome demokratische Selbstverwaltung, DAANES, die in Nord und Ost Syrien seit über 10 Jahren eine multi-ethnische Gesellschaft auf Basis von Frauenbefreiung, Basisdemokratie und Ökologie aufbaut, hat mit gleichzeitiger Generalmobilmachung und Diplomatie reagiert. Durch die Diplomatiearbeit, der kurdischen Einheit über alle 4 Teile Kurdistans und dem internationalen Druck auf den Straßen, mitunter auch hier in Wien, konnte ein Waffenstillstand und ein Abkommen über die Integration der Selbstverwaltung in Syrien erreicht werden, das das Potential hat Rechte von Minderheiten zu sichern und die Errungenschaften der Rojava-Revolution aufrecht zu halten. Gleichzeitig haben der Islamist al-Jolani und dschihadistische Milizen wenig Interesse daran das Abkommen wirklich umzusetzen. Die anhaltende Belagerung von Kobanî ist ein Beispiel dafür. Deshalb gilt es weiterhin wachsam zu sein, auf die Straße zu gehen und für Rojava einzustehen. Es werden weiterhin Großdemos an den Wochenenden stattfinden. Bijî Berxwedana Rojava! Jin, Jiyan, Azadî!
Kurdistan- und Veranstaltungs-Infochat auf Signal
Mehr Infos zu Veranstaltungen & Infos in Wien: https://www.instagram.com/feykom.at/ https://www.instagram.com/riseup4rojava.wien/ Mehr Infos zu Nord Ost Syrien/dem nahen Osten: https://deutsch.anf-news.com https://www.theamargi.com https://riseup4rojava.org/en/ https://rojavainformationcenter.org | | | | | | | | | | | |
| |
| |
| |
| | | | | | | | | | USA: Nachbar:innen gegen ICE
Das Jahr 2026 ist gerade einmal zwei Monate alt, und hat doch schon viel Schockierendes und Aufrüttelndes bereit gehalten. Von Rojava über den Iran bis in die USA sind wir jeden Tag mit autoritärem und mörderischem staatlichen Verhalten konfrontiert. Aus den USA kamen fast täglich Berichte über die Invasion der Anti-Migrationsbehörde ICE in der Stadt Minneapolis. Und doch hat gerade Minneapolis Mut gehabt. Die Menschen dort wehren sich zu Tausenden dagegen, dass ICE ihre Nachbar:innen willkührlich entführt und in Lager steckt. Hier verlinken wir zum Augenzeugenbericht der anarchistischen Autorin Margaret Killjoy. Ein Text, der Mut macht. Und zeigt, was Selbst-Organisation alles bewirken kann. | | | | | | | | | | | |
| |
| | | | | | | | Solidarität mit den Angeklagten der letzten Generation
Fast 50 Personen aus dem Umfeld der inzwischen aufgelösten »Letzten Generation« werden in Wien vor Gericht gestellt, weil sie friedliche Blockade-Aktionen durchgeführt haben sollen. Damit wollten sie die Politik wach rütteln und ein Umdenken bewirken. Doch während die Klimakrise sich weltweit immer weiter verschlimmert, werden Aktivist:innen mit Haft bedroht. Wir sagen: Klima schützen ist kein Verbrechen! Kommt am 20. Februar um 08:30 Uhr Vormittags zum Wiener Landesgericht in die Wickenburggasse 22, und zeigt den von Repression Betroffenen, dass sie nicht alleine sind! | | | | | | | | | | | |
| |
| | | | | | | | Kundgebung „Lobau statt Sozialabbau“ am 07. März 8-10 Uhr
Unter dem Motto „Lobau statt Soziallabbau“ wollen wir vor dem SPÖ-Parteitag gegen die Sozialkürzungen und den Bau der Lobau-Autobahn demonstrieren. Die Wiener SPÖ und die Bundesregierung kürzen 2026 massiv im Gesundheits-, Sozial- und Kulturbereich– also dort wo das Geld wirklich gebraucht wird und investieren stattdessen Milliarden in den Ausbau von fossilen Großprojekten. Die Lobau-Autobahn, deren Gesamtkosten sich auf unglaubliche 2,7 Milliarden Euro belaufen, ist ein massiv unsoziales, klimaschädliches und patriarchales Projekt.
Der Protest findet außerdem einen Tag vor dem feministischen Kampftag statt. Wir wollen daher betonen: Der Protest gegen die Lobau-Autobahn ist nicht nur ein Protest für Klima- und soziale Gerechtigkeit, sondern auch ein feministischer!
Wann? 7. März, 8 Uhr-10 Uhr Wo? Messe Wien Halle D, Trabrennstraße 7, 1020 Wien | | | | | | | | | | | |
| |
| |
| | | | | | | | | | Feministischer Kampftag und Frauen*streik am 8. und 9. März
Der heurige internationale feministische Kampftag steht ganz im Zeichen der rassistischen, anti-feministischen, kolonialen und queerphoben Gewalt, die wir weltweit beobachten müssen. Und nicht nur international. Auch in Österreich wurden im vergangenen Jahr wieder dutzende Frauen*, beziehungsweise FLINTA*-Personen von Männern ermordet.
Derweil zieht eine Einsparungspolitik durch das Land, die vor allem in den Sozialberufen eine Spur der Verwüstung hinter sich her zieht. Gerade jene Berufe, in denen mehrheitlich FLINTA*-Personen arbeiten, sind davon betroffen. FLINTA*-Personen sind es auch, die das dann wieder einmal ausbaden »dürfen«, indem sie sich daheim und unbezahlt um die Bewältigung der Krisen in ihrem Umfeld kümmern müssen, die täglich durch dieses System geschaffen werden. Das kommt zu den vielen reproduktiven Arbeiten, die eh schon mehrheitlich von FLINTA*s geleistet werden, on top hinzu.
Wir rufen deshalb dazu auf: Kommt zahlreich auf die Demonstrationen und Kundgebungen zum feministischen Kampftag! Und beteiligt Euch am Frauen*streik am Montag, dem 9. März! Achtet diesbezüglich auf Ankündigungen! Wenn Frauen* streiken, steht die Welt still!
Bündnisseite Take Back the Streets: https://www.instagram.com/takeback_8m/?g=5 Frauen*streik am 9. März: https://enoughgenug.org/de/event/ohne-uns-laeuft-nix/ | | | | | | | | | |
|