Newsletter Mai 2026

Lie­be Ak­ti­ve und Freund:in­nen von Sys­tem Chan­ge!

Kennt ihr schon Mala Zêrîn? Diese Haus ist ein neuer Begegnungsort im 15. Bezirk. Außerdem gibt’s einen kleinen Rückblick zum 1. Mai und den Gegenprotesten zum ESC. Wir freuen uns euch diese Woche beim Klimacamp zu sehen! ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­
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­ ­ ­ ­ ­ 10 Jahre Klimacamp

Seit gestern und noch die ganze Woche findet das Klimacamp „Lobau x Soziales und gegen die imperiale Gesamtscheiße“ in Wien statt. Kommt vorbei zur kleinen Stadt Farm (Naufahrtweg 14a, 1220 Wien) – es ist das 10-jährige Jubiläum vom Klimacamp! 

Schon am Montag gab es eine Aktion von Lobau-Bleibt Aktivist:innen. Sie blockierten am Vormittag die Vorarbeiten für die Lobau-Autobahn. Ein Video von der Aktion findet Ihr hier auf Instagram. 

Und Hier findet ihr das umfangreiche Programm des Klimacamps mit Workshops und Konzerten. Es wird auch wieder super leckeres Essen geben und es braucht dafür auch Leute zum schnippeln! Wir freuen uns euch da zu sehen!  ­ ­ ­ ­ ­
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­ ­ ­ ­ ­ ­ Straßenfest „Gemeinsam Rudolfsheim“
Am 10. Mai fand das Straßenfest „Gemeinsam Rudolfsheim“ statt. Viele Nachbar:innen folgten der Einladung und so wurde der Wieninger Platz in eine Festwiese verwandelt. Wir finden sowas und eine solidarische Nachbar:innenschaft sollte es öfter geben! Deshalb lest mal weiter, was da gerade mit Mala Zêrîn entsteht. Großen Dank an den people’s summit für die Organisation.
  ­ Mala Zêrîn
Mit Mala Zêrîn entsteht, auf über 800 m2, ein neuer Ort der Zusammenkommens im 15. Bezirk. Einige Wiener Gruppen, darunter System Change, und die kurdische Community haben sich zusammen gefunden um Mala Zêrîn aufzubauen und politisch zu gestalten. Bereits jetzt füllen sich die Räumlichkeiten mit Leben. Vielleicht wart ihr ja selbst vor Ort beim Straßenfest und habt schon einen Blick hinein geworfen. Da noch eine größere Sanierungsphase ansteht brauchen wir eure Unterstützung. Teil gerne den Aufruf:  

Wir sind überwältigt, glücklich und dankbar, dass so unglaublich viele Menschen am Sonntag mit uns „Gemeinsam Rudolfsheim“ zu einem wahren und lebendigen Fest gemacht haben! Mehrere Tausend kamen zum Straßenfest und ca. 500 Menschen nahmen an den Hausführungen teil, viele davon aus der Nachbarschaft. Diese vielen Schultern brauchen wir, denn nur gemeinsam sind wir stark genug, so ein großes Community-Projekt aufzubauen und langfristig zu finanzieren! Um unabhängig von staatlichen Förderungen und Banken zu sein, suchen wir (kleine wie große) Einzelspenden und vor allem Dauerspender*innen. Auf unserer Website findest du alle Infos dazu: https://mala-zerin.at/ 
Außerdem könnt ihr dort unseren Newsletter abonnieren; dadurch bleiben wir in direktem Kontakt und ihr erfahrt, wie ihr euch zukünftig selbst aktiv einbringen könnt. Schreibt uns aber gerne auch einfach direkt per Instagram oder Mail.  ­ ­ ­ ­ ­
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­ ­ ­ ­ ­ Eurovision Song Contest

Am Wochenende fand der ESC in Wien statt. Mit verschiedenen Protestaktionen kritisierte die Bewegung die Teilnahme Israels. So fand am Freitag beispielsweise der Song Protest statt, bei welchem Musiker*innen und Künstler*innen in Solidarität mit Palästina widerständige Performances, Konzerte und Reden gestalteten. Der Tag stand auch im Lichte der Erinnerung an die Nakba und ihrer Kontinuitäten.

Wir boykottierten den ESC, weil er palästinensische Erfahrung und Leid mit den Füßen tritt. Während Russland im Zuge des Angriffskrieg auf die Ukraine vom ESC ausgeschlossen wurden, wird Israel immer noch eine Bühne für 166 Millionen Zuschauende geboten – und das nach Jahrzehnten von Besatzung, Apartheid und ganz akut Genozid gegen Palästinenser*innen. Die ESC-Finalrunden fanden obendrein rund um den 15. Mai statt, dem internationalen Nakba-Tag (arab. Katastrophe). 

Wirtschaftlich, politisch und sogar militärisch unterstützt Österreich Israels genozidale Politik und hat aktiv Maßnahmen unterbunden, um palästinensisches Leben zu schützen. Als Teil der EU profitiert Österreich vom EU-Israel-Abkommen, welches Handel zwischen beiden Wirtschaftsregionen erleichtert und ein Großteil der Importe Israels sicherstellt. Die österreichische Regierung sprach sich mehrfach gegen die Aufkündigung des Abkommens aus. Diese politische Haltung – sich kompromisslos hinter die israelische Führung zu stellen – wird auch hier wieder deutlich, nachdem Österreich in der UN mehrfach gegen Waffenstillstand, Aufklärung über Kriegsverbrechen und Verbesserung der humanitären Lage in Gaza gestimmt oder sich enthalten hat. Militärische Kooperation gibt es trotz „Neutralität“ Österreichs, beispielweise in der militärischen Forschung, Technologieentwicklung und Verbindungen zum israelischen Militär (IDF). Die Stadt Wien will ihr Image mit dem ESC international aufpolieren, während eine antisoziale Sparpolitik auf dem Rücken der vulnerabelsten Bevölkerungsgruppen durchgedrückt wird. Hinzu kommen repressive, sicherheitspolitische Experimente beim ESC. Auf den Dächern rund um den Veranstaltungsort wurden Scharfschützengewehre postiert. Die so gewonnenen Erkenntnisse will die Bundesregierung anschließend in ein neues »Sicherheitsdienstleistergesetz« gießen.  ­ ­ ­ ­ ­
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Realitäts-Check bei SPÖ Parade am 1. Mai

Am 1. Mai wiesen wir gemeinsam mit der Initiative Sommerpaket, St Marx für alle, Lobau bleibt und Zwangsräumung verteidigen-en commun die SPÖ auf ihre Scheinheiligkeit bei der Selbstinszenierung als soziale Partei und die massiven Sozialkürzungen hin. Auf der Parade zum Tag der Arbeit wurden große Transparente mit Botschaften wie „Lobau statt Sozialabbau“ und „Eventim-Halle statt St. Marx für Alle – Hobt’s kan Genierer?!“ gezeigt – und eiligst von der Polizei entfernt.
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­ ­ ­ ­ ­ ­ Youth Restoration Academy

Im Namen von den Vereinen Jugendbiodiversitätsnetzwerk – GYBN Austria und ORTOLANdschaftspflege wollen wir euch die Youth Restoration Academy vorstellen – eine neue Initiative, die junge Menschen in Österreich für den Schutz und die Wiederherstellung wertvoller Lebensräume begeistert. Euch erwarten Angebote wie Exkursionen, Biotoppflegeeinsätze und Workshops. Dabei werden wir verschiedene Lebensraumtypen behandeln wie z. B. Moore, Auwälder, Trockenrasen, urbane Ökosysteme. Unter dem Motto „Restore, Explore, Adore“ wollen wir gemeinsam mit euch und Expert:innen an konkreten Renaturierungsmaßnahmen arbeiten und lernen, wie vielfältige Lebensräume erhalten und wiederhergestellt werden können. Hier geht’s zur Anmeldung und zur Website mit allen Infos und Terminen.